Ringvorlesung 2016 – Sklaverei und Identität

Der Bachelor en Cultures Européennes organisiert in Zusammenarbeit mit dem Schwerpunktbereich eine multidisziplinäre Ringvorlesung. Thema der Veranstaltung ist das Verhältnis von Sklaverei und Identität: zu verschiedenen Zeiten, aus der Perspektive der Sklaven und der Sklavenbesitzer sowie in unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Die Ringvorlesung an der Universität Luxemburg beginnt im Februar 2016.

 

 

 

Die Referenten aus Luxemburg und Deutschland behandeln aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln folgende Leitfragen:

  • Was bedeutet es, wenn die wichtigsten Bausteine einer Identität (Beruf, Familie etc.) unter Umständen nicht frei gewählt werden können, sondern von der Gunst des Herrn abhängen?
  • Wie wirkt sich diese negative Charakterisierung auf das Selbstbild und das Selbstverständnis von Sklaven aus, welche Auswirkungen haben Missachtung und Misshandlung auf Selbstachtung, Selbstschätzung, Selbstvertrauen der Sklaven?
  • Welche soziale und kulturelle Identität wird Sklaven von der Gesellschaft, in der sie leben, zugeschrieben und wie prägt wiederum die Existenz von Sklaven das Bild einer Gesellschaft?
  • Wird die Identität der Sklaven nicht durch die Zugehörigkeit, sondern gerade durch die Nicht-Zugehörigkeit, die totale Abgrenzung bestimmt?

Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende der Fachbereiche Anglistik, Germanistik, Geschichte, Philosophie und Romanistik. Daneben sind sonstige interessierte studentische und außeruniversitäre Zuhörer willkommen.

Konzept und Organisation: Andrea Binsfeld

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