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Tagung – Diachrone Interkulturalität

Studien, die historische Konstruktionsbedingungen kultureller Alterität berücksichtigen, sind noch selten. Wird die zeitliche Dimension allerdings einbezogen, so erschließen sich neue Analysefelder und der Interkulturalitätsbegriff gewinnt an Profil. Die Tagung setzt hier an und verbindet den weitgehend kulturwissenschaftlich orientierten Forschungsbereich verstärkt mit ästhetischen und genuin literaturwissenschaftlichen Fragestellungen.

 

 

Der Konferenzbericht ist erschienen in Cornejo, Renata: Diachrone Interkulturalität, Tagung der Universität Luxemburg, 17. – 19. November 2016. In: Cornejo, Renata und Antoic Thomas u. a. (Hg.): Aussiger Beiträge. Hegemonie und Literatur(wissenschaft) – Machtstrukturen im wissenschaftlichen Feld. 10. Wien: Präsens Verlag 2016, 2.209-211.

Während zahlreiche literaturwissenschaftliche Studien zu Migrationsliteratur und transkulturell geprägter Gegenwartsliteratur vorliegen, sind Untersuchungen, die historische Konstruktionsbedingungen kultureller Alterität berücksichtigen, noch selten. Allerdings scheint der Begriff der Interkulturalität erst dann sein ganzes Potential zu entfalten, wenn die zeitliche Dimension einbezogen wird. Die dreitägige Tagung (17.-19.11.2016) will daher die diachron-geschichtliche Betrachtung von Interkulturalitätsphänomen (weiter-)entwickeln und gleichsam einen Beitrag leisten zur Bildung eines häufig noch zu undifferenziert gedachten Interkulturalitätsbegriffes. Darüber hinaus soll der überwiegend kulturwissenschaftlich orientierte Forschungsbereich stärker mit ästhetischen und genuin literaturwissenschaftlichen Fragestellungen in Verbindung gebracht werden. Die Tagung im Rahmen des Forschungsprojekts „Diachrone Interkulturalität[1] findet mit Unterstützung der Key Area MIS an der Universität Luxemburg statt.

Tagungsort und Kontakt

17-19. November 2016, Universität Luxemburg,

Campus Belval, Maison des Sciences Humaines, Black Box (RDC)

Dr. Eva Wiegmann, eva.wiegmann@uni.lu